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Uiterdijk 4
9959 PK Onderdendam
T 050-3049100
F 050-3049655
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Geschichte


Die Geschichte der 'Mühle Hunsingo'


'Molen Hunsingo' ist untergebracht im Unterbau einer echten Kornmühle, zentral gelegen im Dorf Onderdendam. Gebaut wurde Sie im Jahre 1855. 1926 bekam die Mühle dann einen Elektromotor und diente bis 1939 als Kornmühle. 1939 wurde Sie bis auf den Unterbau nach abgebrochen. Danach diente Sie als Lagerraum für Baumaterialen.

1997 hat die Mühlenstiftung von Onderdendam die Mühle aufgekauft, mit dem Gedanken sie zu renovieren und ihr so ihre alte Pracht zurückzugeben. 1999 wurden die nötigsten Anpassungen vorgenommen, so daß die Mühle als Warteraum für Theaterbootsfahrten und Sammelplatz für Teilnehmer der 'Ruigen Route' dienen konnte. Im Februar 2004 hat Sie dann den Status Reichsdenkmal bekommen.


Ende 2004 wurde mit der vollständigen Restauration des Unterbaus der Mühle begonnen. Die Restauration ist Teil eines Planes, der den Tourismus und die Freizeitgestaltung in Onderdendam fördern soll. Die drei Böden, das Mühlengerüst und das Nebengebäude wurden umgebaut in zwei Appartements, ein Lunchcafé und ein Museum. Der erste Abschnitt der Restauration wurde im Mai 2005 abgeschlossen.

Der zweite Abschnitt beinhaltet den Wiederaufbau des Dachstuhls und der Mühlenflügel. Die Mühlenstiftung hat zu diesem Zweck bereits eine hölzerne Rückseite aufgekauft. Sie stammt von der Mühle 'Slaghekke' aus Rijssen und wird zur Zeit noch in einer Lagerhalle eingelagert, da die Restauration des Dachstuhles und der Mühlenflügel mit enormen Kosten verbunden ist. In die letze Jahren hat die Mühlenstiftung finanzielle Mittel aufgebracht, und den zweiten Abschnitt ist verwirklicht.. Jetzt ist die Mühle wieder ganz komplett! 

Die Geschichte von Onderdendam


Das idyllische Dörfchen Onderdendam liegt 14 km nördlich der Stadt Groningen. Onderdendam steht unter Denkmalschutz. Es befinden sich dort 16 Denkmäler, 28 unter Denkmalschutz stehende Gebäude, eine Wassermühle und die Mühle Hunsingo. Früher einmal galt dieses Dorf als das Handelszentrum der Region Hunsingo. Seinen Namen hat Onderdendam von seiner zentralen Lage an einer Kreuzung von vier Wasserwegen des Groninger Hochlandes: dem Boterdiep, dem Winsumerdiep, dem Warffumermaar und dem Kardingermaar.

Im 17. Jahrhundert galt Onderdendam als Zentrum der Schiffahrt in Nord-Groningen. In dieser Zeit wurden die Fahrrinnen nach Groningen soweit wie möglich begradigt und von Ziehpfaden versehen. So konnten die Schiffe, sogenannte 'Trekschuiten', da sie gezogen wurden von Männern auf Pferden, ihre Fracht oder Personen zwischen Stadt und Ommelanden schneller transportieren. Auf diesem Wege wurde auch Torf, der zu der Zeit als wichtigster Brandstoff galt, mit Schiffen aus den Moorkolonien importiert. Auf dem Rückweg transportierten diese Schiffe dann Ziegel, die in den zahlreichen Ziegelbrennereien entlang dem Winsummer- und Boterdiep, hergestellt wurden. Die alte Herberge, die neben der Mühle Hunsingo steht, diente als Abfahrtstelle für Schiffe zum Personentransport nach Groningen, Winsum, Uithuizen, Warffum und Baflo. Hierfür galt ein fester Fahrplan, der durch den damaligen Kommissionär in Hunsingo, de Snik, erstellt wurde. Pro Jahr passierten tausende Schiffe das Dorf. Die Austellung auf der dritten Etage der Mühle Hunsingo erzählt die Geschichte von den sogenannten 'Snik- en Bodevaarders'.

Das Schiff wurde durch 'Schiffsjäger' (Scheepsjagers) gezogen. Hatte der Schiffer kein Geld mehr, so übernahm seine Frau diese Aufgabe. Im Zentrum von Onderdendam steht 'Het Jagertje'. Dieses Standbild wurde zum Gedenken an alle Schiffersfrauen, die diese schwere Arbeit auf sich genommen haben, errichtet.

In den Wintermonaten lagen viele Boote im Dorf. Die Einwohnerzahl verdoppelte sich dann. Die Schiffer bevölkerten in großen Massen die Kneipen.1803 wurde Onderdendam Hauptsitz der damaligen Region Hunsingo. Von diesem Zeitpunkt an galt Onderdendam als offizielle Gerichtsbarkeit. Entlang des Wassers entstanden viele Landhäuser. Das Ende des Wohlstands kam mit der Erfindung der Dampf- und Dieselmotoren. Der Transport über Landwege übernahm eine wichtigere Rolle als der Transport über Wasserwege. Das endgültige Ende war dann 1887, als eine Eisenbahnlinie nach Delfzijl über Bedum gebaut wurde. Alles was von den Reichtümern vergangener Zeiten überig geblieben ist, sind die prachtvollen Landhäuser entlang des Wassers mit ihren blühenden Geschichten.

Das Dorf wird umringt von den größeren Orten Bedum, Winsum, Middelstum und Warffum. Auch die Stadt Groningen liegt in unmittelbarer Umgebung und ist darum auch mit dem Fahrrad noch gut zu erreichen. Die prächtige Hügellandschaft und die idyllischen Dörfer eignen sich ausgezeichnet für lange Wanderungen und Radtouren. Auch per Boot oder Kanu ist dieses Gebiet einfach zu entdecken .